Verkehr menschengerecht organisieren und öffentlichen Raum fair verteilen!
So soll es in Zukunft sein

Raum in der Stadt ist knapp ,wird intensiv genutzt und darf darum nicht unproduktiv verschwendet werden. Weil das Tramnetz über die Stadtgrenzen hinaus gewachsen ist, ist es attraktiv mit dem Tram in die Stadt zu fahren. Die Aussenquartiere sind mit Tramlinien erschlossen, auch tangential sodass man nicht immer über das Zentrum fahren muss. Witikon, Affoltern und Leimbach sind zumindest mit Buslinien gut erschlossen.
Velofahrende und Fussgänger/innen haben genug Raum und behindern und gefährden sich nicht gegenseitig.
Dank genügend Anlieferflächen überschwemmen parkplatzsuchende Gewerbetreibende die Innenstadt nicht mehr mit ihren Fahrzeugen.
Die Vorschriften zum Bau von sehr teuren Tiefgaragen bei jeder Wohnüberbauung existieren nicht mehr. Autoarmes Bauen wird gefördert, wodurch Bauen und Wohnen deutlich günstiger wird.
Wie erreichen wir das:
Die SP kämpft für die Erhaltung der hohen Lebensqualität in Zürich und will sie noch weiter erhöhen, dem stehen Lärm, Unfallgefahr und exzessiver Platzverbrauch durch den Individualverkehr entgegen.
Wir haben innerhalb der Stadt ein gut ausgebautes ÖV-Netz (Tram, Bus und S-Bahn), aber der Anteil der Autonutzung von ausserhalb der Stadt noch immer viel zu gross, sowohl im Berufs- wie auch im Freizeitverkehr. Deshalb wollen wir das Netz über die Stadtgrenzen hinaus weiter ausbauen, damit es in Zukunft für die Bewohner/innen der Agglomerationsgemeinden noch einfacher, attraktiver und schneller wird mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt zu fahren. Wir wollen nicht nur einzelne, gelegentlich bediente Stichlinien über die Stadtgrenzen, wir streben das Weiterweben des engmaschigen und intensiv betriebenen Netzes über die Stadtgrenzen hinaus an. Der Mittelverteiler im Limmattal muss als Tram gebaut werden, in die Stadt hinein, über den Bahnhof Altstetten hinaus geführt und von Beginn an als Netz geplant werden.
Ebenso muss das Glatttal mit der Stadt enger vernetzt werden., Der Bau der Linien 10 und 12 sind nur der Anfang eines echten Netzaufbaus.
Um den innerstädtischen Verkehr nicht immer über den Hauptbahnhof zu führen, und damit die Kapazität des Gesamtsystems zu erhöhen fordern wir die rasche Realisierung der in der Liniennetzplanung 2025 bereits vorgesehenen Tangentiallinien, sowie zusätzlich die Verbindung vom Raum Uetlihof über das Triemli nach Altstetten.
Die Bedingungen für Velofahrende und Fussgänger/innen müssen weiter verbessert werden. Insbesondere brauchen sie viel mehr Raum, als ihnen heute zugestanden wird. Es gibt nichts gesünderes, menschen- und umweltfreundlicheres als zu Fuss gehen. Trottoirs und andere Freiräume für Fussgänger/innen müssen breiter und grösser werden. Auch braucht es deutlich mehr gesicherte Abstellplätze für Velos und Massnahmen zum sicheren Velofahren in der Innenstadt.
Der in der alten aber noch existierenden Parkplatzverordnung vorgesehene Bau von Tiefgaragen in Wohn- und Gewerbeliegenschaften verteuert letztlich die Mieten, zumal n die heute vorgeschriebeneAnzahl Parklätze nie benötigt wird., Häufig werden die überzähligen Plätze an Pendler/innen vermietet, was nicht Sinn der Bauvorschriften ist und zu unnötigem Pendlerverkehr in Wohnquartieren führt. Deswegen muss das Bauen von Siedlungen und Gebäuden, welches gezielt auf autofreies, oder autoarmes Leben ausgerichtet gefördert werden.
Was sind bereits SP-Erfolge und was ist neu:
Die SP hat diese Ziele in der Vergangenheit meist mit grossem Erfolg verfolgt. Zu erwähnen sind hier insbesondere das autofreie Limmatquai, die Tempo 30-Zonen in den Wohnquartieren, die bis vor Bundesgericht erstrittenen flankierenden Massnahmen zur Westumfahrung, die anwohnerfreundlichere Gestaltung vieler Quartierstrassen und –Plätze namentlich im Langstrassenquartier, oder die Durchsetzung der Eintragung von aufzuwertenden Quartierzentren im kommunalen Verkehrsrichtplan.
Wir sind immer noch dran, denn der Handlungsbedarf bleibt gross: Mit Petitionen für einen behindertengerechten Bahnhof Wollishofen, für eine bessere Bedienung des Bahnhofs Wipkingen, für die Wiedereinführung des sonst üblichen besseren Taktes auf der Tramlinie 10 und eine Verkehrsberuhigung auf der Ueberlandstrasse.
Wir bleiben auch bei grösseren und kleineren konkreten Projekten dran, die Lebensqualität in der Stadt Zürich zu sichern und zu verbessern.


